Monatsrückblick Oktober 2026

Geburtstag von J. läuft in letzter Zeit so ab: Wir sind bei ihren Eltern, erinnern diese daran, dass ihre Tochter Geburtstag hat. „Ach ja.“ Kurze Gratulation. Dann meist Tendenz, normal weiter im Text zu machen. Immerhin bekommt man die Eltern trotzdem mal ohne Schwierigkeiten aus dem Haus, weil das Geburtstagskind sich das wünscht. Ausflug, Essen und Kaffee, „ach wie schön“.

Küstenwechsel, zur Tochter nach Stockholm. Macht Freude und stellt, wie man vielleicht aus obigem Text schließen kann, eine Auszeit dar.
Der X2000 fährt pünktlich in Göteborg los und kommt +70 Minuten in Stockholm an. Ein Zug vor uns war liegengeblieben. Auf der Strecke gewendet und im zurückliegenden Bahnhof angekommen, geht es doch auf selbem Gleis weiter, da die Störung beseitigt wurde. Die Pünktlichkeit also wie in Deutschland, die große Gelassenheit und Ruhe im Zug aber anders. An Einfachheit und Schnelligkeit der Erstattung sollte sich die DB ein Beispiel nehmen.

Aufregender Samstag: Früh raus, mit Tunnelbanan zum Odinsplan, zu Fuß zum Parkrun im Hagapark. 160 Teilnehmer und schöne Laufstrecke. Mein 10. Ort bei einem Parkrun. Duschen, was essen, Hunderunde und dann ohne Hund in die Stadt. Slussen, Gamla Stan, Schloss, bei Volvo zu einer Ausstellung der Craft Week. Zum Kulturhuset, drei Freunde von L. stoßen dazu. M. ist so nett, nach Hause zu fahren und Hundesitter zu spielen. Im Theater Klarascenen sehen wir „Studier i mänskligt beteende“. Wenn mir früher einer gesagt hätte, ich würde mal in Stockholm ins Theater gehen und alles verstehen, dann hätte ich ihn ausgelacht. Ein netter Abend.

Ich werde die restlichen Stockholmer Tage mehr zusammenfassen: Besuch bei Cornershop mit afrikanischer Gastköchin, wie immer gut. Bei Bauhaus u.a. eine drei Meter lange Gardinenstange kaufen. Über Kopf Löcher in Beton bohren, andere Sachen aufhängen, alte Löcher spachteln, mit Spachtelmasse Lücken in Bodenleisten nachformen. Gipsimitation von Holzleisten mit aus Tetrapack geschnittener Vorlage. Klappt ganz gut. Besuch von Fotografiska und Nationalmuseum (gutes Museumsrestaurant). Viel gesehen, gutes Essen, viel quatschen und gute Stimmung.
Abschied, nicht schlimm, aber nie einfach. Vor Katrineholm erwischt der X2000 einen Elch. Chaos fürs Personal. +54 Minuten in Göteborg. Dort mache ich ein Foto vom lädierten Zug, an dem Teile fehlen. In Schwarzweiß, sonst wäre es ein blutiges Bild geworden.

„Zwischentag“ in Göteborg. Die Schwiegereltern hatten einen Ausflug gebucht, so dass wir entgegen Erwartung alleine sind. Wir sind nicht die quicklebendigsten, aber „elternfrei“ motiviert auch in hohem Alter. Staubsaugen, nass aufwischen, kaputte Birne ersetzen, Lampenschirm waschen, Computer updaten, auf dem Tablet 260 Tabs schließen und andere Dinge tun, damit das Teil nicht noch weiter in die Knie geht. Ausflug zum Röhsska, gute Ausstellung und nochmal ein gutes Museumsrestaurant. Und dann reicht es sogar noch für 5 km Abschiedslauf.

Die Heimreise würde ich ja überspringen, aber Regionalzugausfall ab Kiel, entern eines früheren ICE in letzter Sekunde und Sardinentransport nach Hamburg will ich schon erwähnen. Ab dort lief es dann gut. Aber nur, weil wir durch die Aktion in Kiel unseren reservierten Zug erreichten.

Die restlichen Tage des Monats kann ich mit „Alltag“ abtun. Über Coffeeneuring berichte ich hier ja bereits breit. Eine Betriebsversammlung sticht bei der Arbeit heraus, wobei die Botschaften bei vielen, die ich mit dem Kopf schütteln sehe, wenig Optimismus erzeugen. In den letzten Tagen des Monats kommen Verwandte aus Schweden, 2 Erwachsene mit 2 Kindern, zu Besuch. Die Fahrzeit Fähre und Auto ist länger als die Aufenthaltszeit bei uns. Aber wir haben das Beste aus der Zeit gemacht, viel gezeigt, erlebt, geredet.

Gelesen: Daniel Weißer „Null Eins Zwei“ (gut, weil so anders)
Gesehen: Ladies first (gut), Infinite (schlecht), Einmal was schönes (gut), She said maybe (sehr schlecht), Mickey 17 (gut, weil so gar nicht wie andere SciFy-Filme), letzte Staffel „Lupin“ (brauche wenig Realität in Filmen, aber hier hat man es übertrieben).
Auch gesehen: Konzert von Anna Lapwood bei arte (gut, obwohl Orgel nicht zu meinen Lieblingsinstrumenten gehört).

Coffeeneuring Challenge 2026, Cup No. 4

Gestern ging die Radfahrt weder zu einem Café noch nach draußen, sondern zur neuen Wohnung von Freunden. Nach der Wohnungsbesichtigung gab es deswegen nicht nur Kaffee. Auch ein alkoholfreies "Bubbelgetränk" (sehr lecker) fand sein Ende. Für mich war das ein Sonntag, bei dem ich diesen zweiten Kaffee des Tages zum vollständigen Erwachen gebraucht habe. Wahrscheinlich haben die Gespräche geholfen. Es gibt so Tage... Die Beiträge sammeln sich hier unter dem Schlagwort Coffeeneuring2026. | mehr

Coffeeneuring Challenge 2026, Cup No. 3

Unsere persönlichen Batterien sind derzeit oft recht entladen. Für eine Tour durch Wind, Kälte, aber auch Sonne hat es am Samstag (24.10.) gereicht. Diesmal also "Coffee Shop Without Walls". Diese Bank steuern wir ein paar Mal im Jahr an, oft in Frühling und Herbst. Dort gibt es nur Hecken, Apfelbäume, Äcker und derzeit ein paar Schafe. Aber der Hund kann auf dem Weg dorthin frei laufen und auch diesmal haben uns Themoskaffee, Sonne und sogar der Wind gut getan. Zur Sicherheit kam Schokolade zum Einsatz. | mehr

Coffeeneuring Challenge 2026, Cup No. 2

Am Freitag, 16.10., nach der Arbeit war es Zeit für die 2. Tasse. Deshalb liebe ich Coffeeneuring.Ohne die Challenge wären wir wahrscheinlich nur müde mit dem Hund hier um die Häuser gezogen.Mit dieser Aktion waren wir nicht nur im Palpito, sondern hatten danach die Kraft, nach Mannheim zu radeln und erfolgreich nach neuen Kopfbedeckungen zu schauen. Wenn ich nicht meine Tasche vorm Palpito am Stuhl hängend vergessen hätte, wäre es zu 100% ein schöner Ausflug gewesen. | mehr

Coffeeneuring Challenge 2026, Cup No. 1

Es ist wieder soweit: Coffeeneuring = Radfahren plus Kaffee, genau meins. Die Regeln kann man bei Chasing Mailboxes nachlesen. Die Aktion läuft zum 16. Mal und ich bin dieses Jahr zum 3. Mal dabei. Die erste Tasse kam heute (Sa, 11.10.) von Karl Otto (Insta) in Mannheim. Und dazu gab es Kombucha, zwei sehr leckere Sandwich und weil sie gerade aus dem Ofen kamen, noch eine Zimtschnecke. Es war auch nochmal warm genug, um draußen zu sitzen. Guter Auftakt. | mehr

Monatsrückblick September 2026

Ein Teil vom September sind wir ja noch fröhlich geradelt. Den Rest des Monats habe ich eher müde in Erinnerung. Das Campingchaos reinigen und wegräumen ging in kleinen Häppchen über mehrere Tage insgesamt schnell. Den neuen Baum vorm Haus hatte in meiner Abwesenheit niemand gewässert. Ob er durch die Hitze jung verstorben ist oder noch Überlebenskraft hat, bleibt trotz meiner nun täglichen Bewässerung unklar. Den Garten habe ich mit dem Rasenmäher traktiert. Nicht um zu mähen, sondern um das Sommer(! | mehr

Radreise „Südost-Schleife“ – Gedanken

Nachdem ich die Einzeletappen beschrieben habe, hier mehr der Teil mit allgemeinen Gedanken. Wenn mir früher jemand gesagt hätte, ich solle ans Meer oder bis nach Österreich radeln, hätte ich das für unmöglich gehalten. Aber es ist ganz einfach, so weit zu radeln. Teilweise kann es sich schon beschwerlich oder lang und weit anfühlen. Aber jedes Mal wird aus Teilstücken eine erstaunliche Entfernung und "plötzlich" ist man dort, wo man hinwollte. Wir sind ein gutes Team. | mehr

Radreise „Südost-Schleife“ – die Etappen

Wie in den letzten Jahren, 4 Wochen frei und ein Ziel musste her. Den Nordosten und -westen hatten wir bereits ausreichend, auch bei Reisen, die nicht hier im Blog beschrieben wurden.Also doch mal Richtung Berge. Mit dem Nachteil äh... Berge (steil) und dem Vorteil, Berge (schön) und Verwandtschaft zu besuchen. Gesamtkilometer laut Vorabplanung mit cycle.travel: 1.489 km. Dann fährt man ja nicht immer nach Route, fast immer einige Ecken weiter, das sagen dann die Trackingwerte von Strava aus. | mehr

Fahrradtaxi

Wenn ich jemanden vom Bahnhof abholen will, wird ein Brompton, aufs Lastenrad gepackt. Oder zwei, wie auf dem Foto. Das geht schnell und macht Spaß. Weil mir im Urlaub, im Prospektständer eines Campingplatzes "auf dem Land", ein Werbeaufkleber für einen Taxiunternehmer in die Finger kam, hatte ich sofort die Idee, alles wegzuschneiden und nur das typische Taxizeichen zu verwenden. So kam das Lastenrad als Taxi nach Hause. Jetzt frage ich nur noch: " Soll ich Dich mit dem Taxi abholen?" | mehr